Race Report Argentinien Q&A

Frage: Nach deinem super 8. Gesamtrang in der MXGP Klasse in 2018 ist mit dem Teamwechsel zu Factory Yamaha 2019 dein Ziel sicherlich hoch gesteckt. Am Wochenende konntest du beim Saisonauftakt Rennen in Argentinien mit Platz 10 und 11 den 9. Gesamtrang sichern. Das war eventuell nicht das Resultat, dass du dir vorgenommen hast, jedoch steckt hinter diesem Ergebnis eine länger andauernde Krankheit, die dich im Januar außer Gefecht gesetzt hatte. Erzähl uns ein wenig, wie sehr dich die Krankheit in deiner Trainingsroutine eingeschränkt hat und wie dein Gefühl auf dem Bike seither ist. JS91: Ich habe mir für 2019 das Ziel gesteckt, etwa um Platz 5 zu landen und der 10. und 11. Platz beim Saisonauftakt in Argentinien war nicht meine beste Leistung. Im Januar erlitt ich durch eine Lungenentzündung allerdings einen herben Rückschlag, weshalb ich zwei Wochen im Bett verbrachte und 3-4 Wochen nicht trainieren konnte. Kurz vor Saisonbeginn ist die wichtigste Zeit im Jahr und aufgrund dessen, dass ich lange Zeit nicht trainieren konnte, musste ich viel Gewicht und Fitness einbüßen. Die Lunge spielt eine wichtige Rolle für jeden Sportler und ich hatte einen großen Rückstand, als ich wieder ins Training einstieg. Natürlich habe ich das auch noch in Argentinien gespürt, allerdings geht es Tag zu Tag aufwärts.

Frage: Zurück zum Wochenende in Argentinien: Wie waren die Erlebnisse für dich? Die Strecke scheint für jeden Piloten einen Traum zu sein, wie hast du dich gefühlt? JS91: Das Wochenende war eigentlich echt cool. Die Strecke und der Boden waren unglaublich wie jedes Jahr und die Location mit den Bergen und dem See ist gigantisch. Die lange Reise hin und zurück nimmt man da sogar gerne auf sich. Der Verlauf der Strecke mit den vielen Sprüngen gefällt mir eigentlich sehr gut, allerdings ist es ziemlich tricky, dort schnell zu fahren. Man hat wenig Grip, da unten drunter der Boden ein wenig hart ist und oben drauf Vulkanasche liegt. Viele Fahrer sind gestürzt so wie ich im vergangenen Jahr, aber ich habe mich dieses mal sehr gut gefühlt, obwohl mein Speed zu Beginn des Rennens nicht gereicht hat. Mit der Ausdauer war ich überraschenderweise ganz zufrieden und meine Starts waren auch voll okay. Das Motorrad funktioniert auch so, wie ich es will und ich bin sehr happy damit.

Frage: Du hast nun 3 Wochen Zeit, um dich auf die zweite Runde der MXGP Serie in Matterley Basin vorzubereiten. Wie wirst du diese zeit sinnvoll nutzen, um zu deiner „alten” Form zurück zu gelangen? JS91: Ja, die drei anstehenden Wochen werde ich zur Regeneration nutzen und Dank dem Wochenende weiß ich nun auch, an was ich noch arbeiten muss. Ich werde natürlich viel trainieren, aber auch auf meinen Körper hören und nicht zu viel machen, damit die Krankheit nicht zurück kommen kann. Es geht aufwärts und es stehen noch viele GP’s an diese Saison und eventuell bin ich ja dann frisch, wenn andere schon wieder nachlassen.

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JEREMY SEEWER

PROFESSIONAL MOTOCROSS RIDER
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