Seewer trotz DNF in den Top 10


Das Suzuki World MX2 Team reiste dieses Wochenende nach Lettland. Die ganzen Vorbereitungen und Trainingsresultate liessen auf ein spannendes Rennen hoffen. So fuhr Jeremy am Samstag im Qualirennen eine gute Pace und war vorne mit dabei. Kurz vor Ende des Qualirennens leistet sich Seewer einen kleinen Fehler, der ihn dann von Platz zwei auf den 8. Platz zurück verwies. Trotz diesem Zwischenfall war Seewer davon nicht beeindruckt. Er wusste, dass er auf diesem Track gute Zeiten fährt, das zeigten die Trainingszeiten deutlich. Ein Top Resultat war also sehr gut möglich.

Der Start zum ersten Lauf gelang Seewer ganz ok, er reihte sich auf Platz 5 ins Rennen und zog mit der Spitze mit. Schon kurze Zeit später attackierte er den Fünftplatzierten und setzte sich auf P4, direkt hinter seinem grössten Konkurrenten Pauls Jonass. Seewer arbeitete hart auf diesem Track, der mittlerweile extrem stark ausgefahren war und Runde um Runde immer mehr von den Fahrern abverlangte. Gegen Ende des ersten Laufs setzte Seewer seinen Rivalen massiv unter Druck. Jonass fuhr ein schlaues Rennen und wehrte sich bis 3 Kurven vor Schluss erfolgreich gegen die Angriffe des Schweizers. Dann aber zeigte Seewer Kampfgeist, Leidenschaft und Wille in einem. Seewer attackiert Jonass in der drittletzten Kurve vor Zieleinfahrt und erntete mit diesem Manöver den zweiten Platz. Es war ein überaus spannender erster Lauf, der deutlich zeigte, dass Seewer alles hat was es braucht um die Meisterschaft spannend zu halten.

Das Resultat und die Qualität im ersten Lauf von Jeremy waren top. Die Zuschauer bekamen eine spektakuläre Show geboten. Alle waren nun gespannt, was im zweiten Lauf passieren würde. Wieder hatte Seewer einen guten Start! In der ersten Kurve rutschte ihm das Hinterrad weg und er ging zu Boden. Schnell stieg er wieder auf und attackierte was das Zeugs hielt. Er war gut unterwegs als ihm ein Fahrer seine Linie kreuzte. Seewer war so überrascht, er konnte nichts machen und fuhr ihm hinten auf und ging grob zu Boden. Dabei überschlug sich das Bike mehrmals, wurde von einem anderen Fahrer erwischt und stark demoliert. Mit einem gebrochenen Heckrahmen und einem abgerissenen Federbein versuchte Seewer weiterzufahren. Doch schon bald fiel der Auspuff ab und Seewer war gezwungen das Rennen vorzeitig zu beenden.

Das hatte Seewer nach dem Rennen zu sagen:

„Das erste Rennen war positiv! Ich hatte einen guten Start und pushte stark, um in die Podium Ränge zu fahren. Dann machte ich einen kleinen Fehler, der mich 4-5 Sekunden kostete. Schnell stieg ich wieder auf und konnte gleich wieder meinen Rhythmus finden und konnte so wieder an Pauls Jonass aufschliessen. Jonass fuhr ein schlaues Rennen und verteidigte seine Position bis fast zum Schluss. Ich pushte weiterhin stark und konnte Jonass kurz vor Ende, in der letzten Runde, noch überholen. Dies war pure Motivation und stärkte mein Vertrauen sehr. Zu diesem Zeitpunkt schaute ich nach vorne und wusste, dass es im zweiten Lauf gut gehen könnte, um sogar einen Tagessieg einzufahren.

Im zweiten Rennen hatte ich wieder einen guten Start, doch in der ersten Kurve rutschte mir das Hinterrad weg und ich ging zu Boden. Hier musst du ans Limit gehen um einen guten Start zu erreichen, ansonsten wird’s schwierig. Da war ich wohl ein bisschen zu hart am Gas. Doch ich stieg auf und war schnell wieder bei den Fahrer und attackierte alles was vor mir war, bis ein Fahrer meine Linie durchquerte und ich keine Chance mehr hatte zu reagieren und fuhr ihm dabei ins Hinterrad. Ich hatte Glück, dass mir nichts passierte bei diesem Sturz, doch mein Bike wurde ziemlich stark havariert! Ich versuchte noch zu retten was zu retten war, aber als dann der Auspuff noch kaputt ging, musste ich aufgeben. Es ist frustrierend zu sehen, wie das Rennen an einem vorbeigeht ohne etwas dagegen machen zu können. Trotzdem, wir geben nicht auf und kämpfen weiter, die Meisterschaft geht noch lange.

Suzuki Rennbericht in Englisch: Hier Klicken

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JEREMY SEEWER

PROFESSIONAL MOTOCROSS RIDER
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