Podium in Italy

Die weltweit bekannte Rennstrecke Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Italien wurde bereits zum zweiten Jahr in Folge Schauplatz der FIM Motocross Weltmeisterschaftsserie. Speziell für dieses Event wurde eine spektakuläre Motocross Hartbodenstrecke errichtet, welche einige anspruchsvolle Passagen zu bieten hatte. Mit einem 7. Rang im freien Training und einem soliden 4. Rang im Zeittraining schien sich Jeremy Seewer auf der künstlich angelegten Strecke wohl zu fühlen und sicherte sich damit eine gute Ausgangsposition für das Qualifikationsrennen. Der Start spielt in der MXGP Klasse eine entscheidende Rolle über den gesamten Rennverlauf und nur auf Rang 9 kam Jeremy aus der ersten Runde des Qualifikationsrennens. In den 14 zu fahrenden Runden schaffte er es, einen Konkurrenten nach dem anderen zu überholen, ehe er die Zielflagge als 4. zu sehen bekam. Mit Rang 4 durfte er sich einen guten Startplatz im Inneren Bereich der Startkurve aussuchen, denn nur von dort aus war ein guter Start einfach.

Bei 35 Grad um die Mittagszeit standen am Sonntag die Wertungsläufe an, bei welchen alle Augen zunächst auf den Meisterschaftsführenden Tim Gajser gerichtet waren, welcher sich bei genügender Platzierung den Titel aneignen konnte. Die enge Startkurve forderte bereits einige Opfer, allerdings konnte sich Jeremy aus dem Startcrash heraushalten und befand sich in Runde 1 auf einem starken 5. Rang. Besonders die ersten Runden schienen äußerst chaotisch mit vielen Positionswechsel, doch dies nutzte Jeremy und konnte sich innerhalb den ersten 9 Runden auf Rang 2 nach vorne kämpfen. Seinen stärksten Verfolger Gautier Paulin konnte er mit einem 5 Sekunden Abstand hinter sich halten und all sein Fokus lag auf dem überraschend Führenden Glenn Coldenhoff. Die 30min +2Runden waren dennoch zu kurz, um um die Führung kämpfen zu können und so sah Jeremy knappe 2 Sekunden nach dem Laufsieger die Zielflagge. Gajser, welcher als 5. die Ziellinie überquerte durfte sich von seinem Team und Fans feiern lassen, denn 16 Punkte waren genug, um den MXGP Meisterschaftstitel 2019 zu erlangen. Wir gratulieren!

Am finalen Rennen des Tages gelang Jeremys Start um einiges besser und auf Rang 3 kam er um die erste Kurve. Von Beginn an zeigte der Sieger aus Lauf 1 Coldenhoff eine starke Performance, sodass sich Jeremy die erste Hälfte des Rennens ihm geschlagen geben musste und auf Rang 2 seine Runden abspulte. Der frisch gebackene Champion Gajser wollte es im zweiten Lauf noch einmal so richtig wissen und griff die #91 auf der Factory Yamaha mehrmals an. Spektakulär holte sich Jeremy seinen hart umkämpften 2. Rang zurück, musste sich allerdings nach einigen Positionswechseln Gajser geschlagen geben. Mit nur 1 Sekunde Rückstand auf Rang 2 sah Jeremy die Zielflagge. Diese starke und vor allem konstante Leistung am Rennsonntag mit einem 2-3 Ergebnis sicherte ihm das bislang bestes Ergebnis seiner Karriere: einen 2. Gesamtrang in der MXGP Klasse. Nächstes Wochenende geht es in die drittletzte Runde der Weltmeisterschaft in Schweden, Uddevalla. Mit 381 Punkten liegt Jeremy 41 Punkte vor seinem Verfolger und wir dürfen gespannt sein, ob die #91 seine Saison weiterhin so konstant meistert.

Jeremy: Zu allererst möchte ich Tim Gajser für seinen Titel gratulieren! Und über mich: Ich bin sehr glücklich über das Wochenende. Ich hatte zwei sehr konstante Rennen und habe einige Fortschritte gemacht, allerdings bin ich über meine Konstant am allermeisten happy. Ich freue mich auf die nächsten GP’s, welche ich wie immer sehr motiviert und konzentriert angehen werde, um meine Konstanz bewahren zu können.

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Photocredit: MXGP Yamaha

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